AWG im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens gerettet


Der traditionsreiche Textilhändler mit 300 Filialen in Süd- und Ostdeutschland konnte das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung erfolgreich zum 1. Juli 2019 verlassen. FalkenSteg Restructuring Advisory um Partner Sebastian Wilde unterstützte hierbei die Eigenverwaltung sowie den Chief Restructuring Officer.

Die AWG Allgemeine Warenvertriebs-GmbH („AWG“) stellte Ende Januar 2019 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Esslingen aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit. Als wesentliche Krisenursache schränkten neben einem milden Herbst 2018 vor allem hohe Einkaufsvolumina und damit verbundenen hohen Warenbeständen die Liquidität der Modehandelsgruppe ein.

Zum 1. Juli 2019 hat die AWG das gerichtliche Sanierungsverfahren nach der erfolgreichen Umsetzung umfassender operativer Restrukturierungsmaßnahmen wieder verlassen können. Ein interdisziplinäres Team aus Sanierungsexperten stand der AWG im Zuge dessen unter der Leitung von Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei GRUB BRUGGER, der als Generalbevollmächtigter fungierte, begleitet von Sachwalter Dr. Holger Leichtle von Schultze & Braun, zur Verfügung.

Weitere Projektbeteiligte waren dabei Herr Alexander Morgenstern von der Schweizer ANTHOS Group als Chief Restructuring Officer (CRO) sowie Struktur Management Partner, Ebner & Stolz und FalkenSteg. Während Ebner Stolz vorrangig im Bereich der bilanziellen und steuerlichen Auswirkungen des Insolvenzverfahrens beriet, waren Struktur Management Partner in Zusammenarbeit mit FalkenSteg für das Reporting, die Liquiditätsplanung und die operative Restrukturierung verantwortlich. So hat FalkenSteg u.a. den unter der Leitung von Herrn Morgenstern stehenden Einkauf sowie damit verbundene Unternehmensprozesse neu kalibriert und an die Anforderungen des aktuellen Marktes mit sich verstärkenden Saisonalitätseffekten angepasst. Darüber hinaus beriet FalkenSteg die Kanzlei GRUB BRUGGER in betriebswirtschaftlichen Fragestellungen.